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Siegfried Wagner vor dem Werk seines Vaters

Seit dem 1. Dezember 2020 ist die Dissertation von Dr. Daniela Klotz: »Wer arbeiten will, gebiert seinen eigenen Vater: Siegfried Wagner vor dem Werk seines Vaters«, Verlag Königshausen und Neumann (ISBN 978-3-8260-7049-5), im Buchhandel erhältlich. In seinem Vorwort weist Prof. Dr. Peter P. Pachl auf den ungewöhnlichen Blickwinkel dieser Untersuchung und auf ihre besondere Position in den Publikationen über Siegfried Wagner und sein Werk hin.
 
In der Ankündigung des Verlags heißt es:
 

    Der Zugang zum Werk Siegfried Wagners liegt in der Begegnung mit Oscar Wilde. Denn über dessen Ironie eröffnet sich im Werk Siegfried Wagners ein Paralleluniversum der Intertextualität.
     

     

    Opus 6, Banadietrich, auf den ersten Blick ein »Ring« im Taschenformat, erweist sich als Zugang zu dem Vexierspiel, das das Genie im Schatten (Peter P. Pachl) mit den Werken seines Vaters treibt. Gleich den Prismen eines Kaleidoskops bringt der Sohn das Gesamtkunstwerk des Vaters durch leichtes Kippen und kaum merkliches Drehen »zurück auf Anfang«. Und dieser Anfang ist nicht etwa eine der frühen Opern Richard Wagners, die als Nukleus einer der späteren gelten können, sondern ein Werk vor seiner Zeit: der »Faust«, der sich als wichtiges Element im Schaffen Richard Wagners erweist, vor allem aber als Dreh- und Angelpunkt im Kosmos Siegfried Wagners entpuppt. Es ist dies ein »Spiel«, dass allem Anschein nach alle Opern Siegfried Wagners durchzieht: Augenscheinlich jeweils »nur« auf ein Werk des Vaters bezogen, offenbaren alle Opern des jüngeren Wagner vielfältige Verweise aufeinander, auf den gesamten väterlichen Kanon und immer wieder auf den »Faust«. So stark ist Goethes Sogkraft, dass sogar persönliche Entscheidungen und die Erinnerungen Siegfried Wagners ihr unterliegen.

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