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25. Juli 2018


Ausstellung über »Friedelind Wagner und ihr dramatisches Vor-Bild« in Bayreuth

Anlässlich Friedelind Wagners 100. Geburtstags am 29. März 2018 thematisiert die Internationale Siegfried Wagner Gesellschaft e.V. – mit dankenswerter Unterstützung der Stadt Bayreuth, der Friedrich Baur-Stiftung sowie der Sparkasse Bayreuth und in Kooperation mit dem pianopianissimo-musiktheater – diesmal Siegfried Wagners Lieblingstochter Friedelind in Bezug auf ihren Vater in ihrer nunmehr bereits elften Ausstellung in Folge in Bayreuth, die erneut im RW21 gezeigt wird: »Friedelind Wagner und ihr dramatisches Vor-Bild – Das schwarze Schaf von Bayreuth und seine Entsprechung in Siegfried Wagners op. 13«
 

    Ausstellung im RW21: »Friedelind Wagner und ihr dramatisches Vor-Bild – Das schwarze Schaf von Bayreuth und seine Entsprechung in Siegfried Wagners op. 13«

    Plakat: Achim Bahr

    »RW21«: Ein Haus, tausend Möglichkeiten
    Internationale Siegfried Wagner Gesellschaft
    Stadt Bayreuth
    Friedrich-Baur-Stiftung
    Sparkasse Bayreuth
    pianopianissimo musiktheater

     

    Friedelind Wagner (1918 - 1991), die noch häufiger als ihr Bruder Wieland gern betont hat, die Tochter (also nicht Enkelin) eines Komponisten zu sein, hat sich immer wieder für die Werke ihres Vaters eingesetzt und ein überaus sympathisches Bild Siegfried Wagners in ihrer im Exil entstandenen Autobiografie gezeichnet.
     
    Tatsächlich sollte sie später in ihrer Haltung dem systemkonträren Verhalten ihres dramatischen Vorbildes in Siegfried Wagners op. 13, Der Schmied von Marienburg, entsprechen. Denn während Wieland Wagner zu einer Zeit, als zum Hitler-Gruß noch keinerlei Pflicht bestand, einen Kartengruß an seinen Vetter Gilbert in Meran schon mit »Wieland / Heil Hitler!« unterschrieb, ließ sich Friedelind von der Hitler-Begeisterung ihrer Mutter nicht anstecken. Sie emigrierte 1939 mit Hilfe Arturo Toscaninis über die Schweiz, Großbritannien und Argentinien in die USA. Ihre Emigration und ihr bald darauf publiziertes Buch »Heritage of Fire«, das in Deutschland unter dem Titel  Nacht über Bayreuth erschien, bedeuteten einen Triumph für all jene Wagnerianer, die – rassisch oder politisch verfolgt – außerhalb von Nazi-Deutschland lebten. Einige von ihnen glaubten hinter der Emigration der Wagner-Enkelin allerdings auch einen klugen Schachzug Winifreds zu sehen, eine Familienangehörige ins Ausland emigrieren zu lassen, für den Fall, dass Hitlers Pläne scheitern sollten.
     
    Friedelind Wagner verstand sich später durchaus mehr als Tochter denn als Enkelin der Wagner-Dynastie und gab durch die von ihr initiierten konzertanten Aufführungen in London und als Präsidentin der 1972 gegründeten Internationalen Siegfried Wagner Gesellschaft e. V. der Renaissance des Oeuvres ihres Vaters bemerkenswerte Impulse. Sie starb am 8. Mai 1991. Neun Tage später erklang in einer Gedenkstunde in Haus Wahnfried die erste Szene aus dem dritten Akt des Kobold – einer der wenigen Anlässe, bei denen in Bayreuth Musik Siegfried Wagners zu hören war.
     
    Diskografisch zieht sich die Reihe der von Friedelind Wagner initiierten Tonträger von einer frühen Schallplatteneinspielung des Weihnachtslieds über Liedinterpretationen von Hanne Lore Kuhse bis hin zu Ersteinspielungen der Symphonie und der Symphonischen Dichtungen auf LPs, musikalisch von den britischen Erstaufführungen der Opern Der Friedensengel und Der Kobold in London über Sternengebot und Sonnenflammen in Wiesbaden, Schwarzschwanenreich in Solingen und Herzog Wildfang in München, bis hin zu der – noch in ihrer Zeit als Präsidentin der Internationalen Siegfried Wagner Gesellschaft erfolgten – szenischen Uraufführung der letzten Oper ihres Vaters, Das Flüchlein, das Jeder mitbekam sowie in Konzerten der Symphonischen Dichtung Sehnsucht von Paris (Daniel Barenboim) bis Berlin (Muhai Tang) und zum Gedenkkonzert anlässlich des 50. Todestags von Siegfried Wagner 1980 im Bayreuther Festspielhaus.
     
    Die Ausstellung wirft ebenso ein Licht auf Friedelind Wagners Publikationen zu Siegfried Wagner wie auf ihre eigenen Ambitionen als Regisseurin und Theaterleiterin und klammert dabei auch die problematischen Seiten der ersten Tochter Siegfried Wagners nicht aus.
     

 

Die diesjährige Ausstellung des Kuratorenteams Achim Bahr und Prof. Dr. Peter P. Pachl – unterstützt durch Friedelind Wagners Biografin Dr. Eva Weissweiler – wird die Aktivitäten Friedelind Wagners anhand von Fotografien, Besetzungszetteln, Presseberichten, Videos und Tonbeispielen umfangreich dokumentieren.
 
Die Eröffnung – musikalisch umrahmt mit Szenen und Arien aus Opern von Siegfried Wagner – findet am Dienstag, den 25. Juli 2018, um 10:30 Uhr statt.
 
Ort der Veranstaltung ist der Ausstellungsraum (»Galerie«, 1. Etage) im

 

    RW21
    Richard-Wagner-Straße 21
    95444 Bayreuth
     
    Telefon: +49 . (0) 921 . 507038 - 30
     

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek (Di-Fr: 10:00-19:00 Uhr, Sa: 10:00-15:00 Uhr) bis zum 30. August 2018 besichtigt werden, der Eintritt ist frei.

 

 
29. März 2018


Vier Lieder von Siegfried Wagner in Haus Wahnfried

»Ich lasse mich nicht zermahlen!!!« - Ausstellung im Richard Wagner Museum Bayreuth

 

Zur Eröffnung der als Intervention im Siegfried Wagner-Haus bezeichneten Ausstellung Ich lasse mich nicht zermahlen!!! (30.03 - 27.05.2018) im Richard Wagner Museum Bayreuth findet am 29. März 2018 um 18:00 Uhr in Haus Wahnfried eine Gedenkstunde zu Friedelind Wagners 100. Geburtstag statt, die musikalisch von vier Liedern Siegfried Wagners eingerahmt wird: Frühlingsglaube, Abend am Meere, Frühlingsblick und Schäfer und Schäferin – dargeboten von dem Bariton Hans Christoph Begemann und dem Pianisten Hilko Dumno am Wagner-Flügel.
 
Im Zentrum der Veranstaltung steht die Lesung einiger Briefe Friedelind Wagners an ihre Tanten Daniela Thode und Eva Chamberlain aus dem Jahr 1939 – dem Beginn ihres Exils – durch ihre Biografin und Mitkuratorin unserer diesjährigen Ausstellung, Dr. Eva Weissweiler.

 

 
30. Januar 2018


MDR Kultur sendet KONZERTSTÜCK FÜR VIOLINE aus Halle

Am Dienstag, den 30. Januar 2018, um 20:05 Uhr sendet MDR Kultur einen Mitschnitt des 4. Sinfoniekonzerts der Staatskapelle Halle (s. u.), bei dem u. a. auch Siegfried Wagners Konzertstück für Violine mit Begleitung des Orchesters auf dem Programm stand.

 

 
21. + 22. Januar 2018


KONZERTSTÜCK FÜR VIOLINE in Halle

Auf dem Programm des 4. Sinfoniekonzerts der Staatskapelle Halle unter der Leitung von GMD Josep Caballé-Domenech am Sonntag und Montag, den 21. resp. 22. Januar 2018, um 11:00 bzw. 19:30 Uhr steht neben der Ouvertüre zu »Rob-Roy« von Hector Berlioz und der Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 43 von Jean Sibelius Siegfried Wagners Konzertstück für Violine mit Begleitung des Orchesters mit Alexandre Da Costa, Violine.
 
In der Ankündigung zum Konzert hieß es:
 

    […] Biographisch ist auch Siegfried Wagners 1915 entstandenes Konzert für Violine mit Begleitung des Orchesters. Allerdings betrifft es sein eigenes Leben: Es soll seinen Entschluss vorwegnehmen, Winifred Williams zu ehelichen. […]
     

Das Konzert findet statt in der

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